ABC / XYZ Analyse

ABC / XYZ Analyse

Die ABC / XYZ Analyse ist eine betriebswirtschaftliche Methode um bereits vorhandene Lagerbestände zu klassifizieren oder für den Einkauf relevante Artikel vor zu sondieren. Daher setzt sich die Analyse, wie der Name schon sagt, aus zwei Komponenten zusammen:

Die ABC- Analyse klassifiziert Artikel nach ihrem Wertanteil in Relation zum Wert des Gesamtsortiments.

  •  A – Artikel à Wertanteil von 70–80 %
  • B – Artikel à Wertanteil von 15–20 %
  • C – Artikel à Wertanteil von 5–10 %

Die XYZ- Analyse sondiert Artikel nach ihrem Bedarf bzw. nach ihrer Bestellregelmäßigkeit. Daraus leitet sich logischer Weise auch die Vorhersagegenauigkeit ab, was wiederum sehr wertvolle Informationen für Einkauf und Materialplanung liefert.

  • X – Artikel à Artikel mit konstantem Bedarf – Hohe Vorhersagegenauigkeit
  • Y – Artikel à Artikel mit schwankendem Bedarf – Mittlere Vorhersagegenauigkeit
  • Z – Artikel à Artikel mit unregelmäßigem Bedarf  – Geringe Vorhersagegenauigkeit

Auf Grund dieser Informationen können für verschiedene Artikel oder Artikelgruppen auch entsprechend verschiedene Planungs- bzw. Prognosemethoden eingesetzt werden. Dementsprechend kann die Planung von X Artikeln dann beispielsweise von ERP gestützten Systemen automatisch geplant werden, wohingegen Y Artikel auf Grund ihrer Unregelmäßigkeit im Bedarf besser von erfahrenen Planern als von künstlicher maschineller Intelligenz geplant werden sollten. Und genau zu diesem Zweck ist die Analyse und Sondierung der Artikel so wichtig; sie hilft nämlich der Unternehmensleitung strategisch zu entscheiden, für welche Artikel es sich lohnt Planer einzusetzen, und für welche eine automatisierte Planung mit Hilfe entsprechender Planungstools (SAP-APO, SAP-IBP etc.) geeignet ist und somit die Personalkosten gravierend senken kann.

 

Materialsegmentierung mit der ABC/XYZ Analyse

Materialsegmentierung

Quelle: Orbis AG Saarbrücken

 
 
Literatur:

Gudehus, T. (2010). Logistik – Grundlagen – Strategien – Anwendungen. (4. Auflage S.131-139).