Overall Equipment Effectiveness (OEE)

Overall Equipment Effectiveness (OEE)

Die Overall Equipment Effectiveness, im Deutschen auch Gesamtanlageneffektivität genannt, ist eine Produktionskennzahl, die sowohl Wertschöpfung als auch Verluste von Maschinen transparent und quantitativ erfassbar macht. Zur Berechnung dieser Kennzahl, wird das Produkt aus den folgenden 3 Faktoren gebildet: Verfügbarkeit, Leistung und Qualität. Bevor die Kalkulation der einzelnen OEE- Komponenten beginnen kann ist es wichtig, planmäßige Stillstände von der Maximalverfügbarkeit der jeweiligen Maschine abzuziehen, da die OEE eine Kennzahl für ungeplante Verluste darstellt. Daher werden bspw. geplante Wartungen, Pausen, Streiks, Produktionspausen von der den theoretisch möglichen 7 Tagen die Woche mit 24 abgezogen und als 100%, sprich als  OEE- Optimalwert, definiert. Nun zur Bedeutung und Erhebung der einzelnen Faktoren:

Verfügbarkeitsfaktor

Berechnung: Ist-Laufzeit /Soll- Laufzeit –> Maß für Verluste durch ungeplante Anlagenstillstände, zum Beispiel:

  • Kurzfristig fehlendes Personal
  • Kurzfristig fehlendes Material
  • Fehlender Fertigungsauftra
  • Warten auf Instandhaltun
  • Warten auf Qualitätsfreigabe
  • Stromausfall
  • Fehler an der Anlage (Störungen etc.)
Leistungsfaktor

Berechnung: Ist-Leistung / Soll-Leistung –> Maß für Verluste durch Untererfüllung der Ausbringung/ Stückzahl

Qualitätsfaktor

(Ist-Ausbringung – Defekte Teile – Nachzubearbeitende Teile)/ Ist-Ausbringung –> Maß für den Verlust durch defekte oder nachzubearbeitende Teile

OEE - Abbildung

 
Literatur:

Schenk, M. (2010). Instandhaltung technischer Systeme: Methoden und Werkzeuge zur Gewährleistung eines sicheren und wirtschaftlichen Anlagenbetriebs. (S.81-83).