RFID

RFID - Radio Frequency Identification

Radio-Frequency-Identification, kurz RFID genannt, ist ein automatisches Identifikations- und Datenerfassungsverfahren, welches auf dem Einsatz von Radiofrequenzen basiert. Die Technik ermöglicht die kontaktlose Übertragung von Informationen, sowie die eindeutige Identifikation von Objekten (Gegenstände, Personen und Tiere). Die Übertragung der Daten erfolgt dabei über die Luft zwischen einem Transponder (Datenträger) und einer Lese-/Schreibeinrichtung (Scanner).

Radio Frequency Identification
RFID – Technologie

Ein wesentlicher Vorteil gegenüber dem Barcode ist, dass sowohl der Transponder als auch das Lese-/Schreibgerät keinen Sichtkontakt benötigen, um Daten auszutauschen. So können Gegenstände, die mit einem Transponder ausgestattet sind, durch Verpackungen gelesen werden und sind somit gegen äußere Einflüsse wie Feuchtigkeit, Schmutz, Temperaturen usw. geschützt. Ein weiterer wichtiger Vorteil ist die sogenannte Pulkerfassung, d.h. es können mehrere Objekte gleichzeitig von einem Lesegerät erfasst werden.

RFID: Wareneingang und - ausgang
RFID – Pulkerfassung

Neben der reinen Identifikation übermitteln heutige RFID-Sensoren auch Messwerte wie Feuchtigkeit, Temperaturen oder Erschütterungen. So kann beispielsweise die Einhaltung der Kühlkette bei Lebensmitteltransporten zum Bestimmungsort überwacht werden.

Radio Frequency Identification wird heute in vielen Bereichen eingesetzt:

  • Logistik / Supply Chain (Warenidentifikation und -verfolgung, Wareneingang)
  • Container-Siegel
  • Sicherheits- und Zahlungssysteme (Ticketing, elektronische Bezahlung)
  • Produktion (Produktionskontrolle, Fertigungshistorie, Behältermanagement, Werkzeugkontrolle)
  • Bibliotheken
  • Tieridentifikation (Populationsverfolgung)
  • Medizin (Patientenidentifikation und -medikation, Messdatenüberwachung)
  • Personenidentifikation (Zugangsberechtigungen, Aufenthaltsorterfassung)

 
Literatur:

Werner, H. (2013). Supply Chain Management – Grundlagen, Strategien, Instrumente und Controlling. (5. Auflage S.286-294).